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KUNSTWETTE.CH

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Kunst Halle Sankt Gallen
Kunst Halle Sankt Gallen

An dem begehrtesten aller Kunstwettbewerbe in der Schweiz – dem Eidgenössischen Wettbewerb für Kunst – können sich Schweizer KünstlerInnen bis zum vierzigsten Altersjahr beteiligen.

Der Wettbewerb wird jährlich in zwei Runden durchgeführt. In der ersten Runde entscheidet die Jury anhand der eingereichten Dossiers über die Beteiligung der BewerberInnen an der zweiten Runde, in der sie im Rahmen einer öffentlichen Ausstellung in Basel ihre Arbeit präsentieren können.

Bei diesem Anlass werden von der Jury die PreisträgerInnen bestimmt und zwischen 20 und 40 Preise vergeben. Die Preissumme beträgt zwischen 18’000 und 27’000 Franken. So kamen z.B. von den im Jahre 2009 eingereichten 579 Dossiers 87 in die zweite Runde, von denen anschliessend 30 prämiert wurden.

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"MS Stadt Bern", Thun
“MS Stadt Bern”, Thun

Nach dem Eingabetermin der Dossiers im Januar drehen sich die Gespräche unter Kunstschaffenden beinahe ausschliesslich um die Prognosen für den Ausgang des Wettbewerbs, die Vor- und die Nachteile einzelner WettbewerbteilnehmerInnen und um die vermeintlichen Vorlieben der Jury. Gerüchte über mutmassliche Seilschaften zwischen den Kommissionsmitgliedern und den BewerberInnen kursieren mit Lichtgeschwindigkeit. Die gesamte Schweizer Kunstszene gerät zunehmend in einen seelischen Ausnahmezustand. Das Projekt KUNSTWETTE.CH will diesen sozialen Mechanismen nachgehen und den Swiss Art Award exemplarisch für die in der gegenwärtigen künstlerischen Produktion etablierten Wettbewerbsstrukturen thematisieren.

Message Salon, Zürich
Message Salon, Zürich

Um das Setting eines solchen Anlasses und seine gesellschaftliche Bedeutung zu veranschaulichen, erscheint der Vergleich mit einem Wettlokal angemessen: Die Spielenden erhalten hier die Möglichkeit, die leistungsstärksten „Pferde“ aufgrund subjektiver Überlegungen, Mutmassungen oder Informationen aus erster Hand zu ermitteln und auf sie Geld zu setzen. Konkurrenz, Intuition, Spannung, Glück und nicht zuletzt die Einflussnahme auf die Wertsteigerung „des Produktes“ sind hier wie dort von entscheidender Bedeutung.
Die Umsetzung des Projektes findet nun auf zwei Ebenen statt: virtuell, in Form einer Projekthomepage, und physisch, als ein mobiles Wettbüro mit acht Stationen bei verschiedenen Schweizer Kunstinstitutionen zu Gast. Im Mai 2010 reist das mobile Wettbüro durch das Land. Kunst-ZockerInnen bekommen so die Gelegenheit, Wettscheine vor Ort zu erwerben und auf ihre FavoritInnen Geld zu setzen.

Emma Nilsson am Stand, HSLU Design & Kunst
HSLU Design & Kunst, Luzern

Persönliche Daten der Spielenden sowie die Höhe der Investition werden jeweils erfasst und eine schriftliche Einzahlungsbestätigung ausgehändigt.

Nachdem die Entscheidung der Eidgenössischen Kommission am 14. Juni 2010 offiziell bekannt gegeben wird, beginnt die Auszahlung der Gewinne an die richtig gesetzten ZockerInnen. Die Gewinnquoten orientieren sich hierbei an der Anzahl der Wettenden und der Höhe der Gesamteinnahmen, womit die TeilnehmerInnen nicht zuletzt zur Akquirierung weiterer Beteiligter animiert werden sollen.
Die virtuelle Filiale des Wettbüros informiert InteresentInnen über die Hintergründe und die relevanten Daten des Projektes. Hier wird auch die Route des Wettbüros bekannt gegeben.
Neben einer umfassenden Datenbank mit Portraits und Kurzbiografien der am Swiss Art Award 2010 beteiligten Kunstschaffenden, sind auf der Homepage auch Wetttipps und -Prognosen namhafter Persönlichkeiten aus der Schweizer Kunstszene in Form von Videosequenzen abrufbar. Ausserdem können sich hier die Wettenden über die stetig wechselnden Rankings einzelner Kunstschaffender informieren.

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Das Projekt KUNSTWETTE.CH wird in Zusammenarbeit mit Büro Haeberli (visuelle Gestaltung) und Emma Nilsson (Bürobetrieb) durchgeführt.
Wettprognosen von ExpertInnen: Esther Eppstein, Patrick Huber, Daniel Kurjakovic, San Keller, Giovanni Carmine, Chri Frautschi, Andrea Thal, Adrian Riklin, Fanni Fetzer, Heinrich Gartentor, Thomas Haemmerli, Patrick de Rahm, Mark Divo, Ruth Monnier, Marica Gojevic
Stationen des mobilen Wettbüros: Zürich – Message Salon, St. Gallen – Kunst Halle Sankt Gallen Luzern – HSLU Design & Kunst, Bern – Hochschule der Künste Bern, Biel – Lokal.Int, Lausane – Les Urbaines in Le Bourg & Musée des Beaux-Arts Lausanne, Genf – agent double, Basel – Messehalle, Ausstellung des Eidgenössischen Wettbewerbes für Kunst „Swiss Art Awards“ 2010

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Weitere Informationen unter: www.kunstwette.ch