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Ein Projekt in Kooperation mit
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Gerade in Zeiten der zunehmenden Globalisierung der Nahrungsmärkte erfährt der Konsum von regional erzeugten Lebensmitteln einen immer grösseren Zuspruch der Bevölkerung.
Durch ein bewusstes Kaufverhalten sind Verbraucher heute in der Lage, Entwicklungen auf dem globalen Lebensmittelmarkt mitzubestimmen.
Allerdings stellt sich die Frage, ob ein konsequenter Konsum qualitativ hochwertiger, biologisch erzeugter und gesunder Lebensmittel tatsächlich der weltweiten Produktionsmaschinerie von Nahrung entgegenwirkt.
Als eines der reichsten Industrieländer der Welt versorgt die Schweiz den globalen Markt seit Jahrzehnten mit bewährten Dünge- und Unkrautvernichtungsmitteln sowie kostengünstigem Milchpulver aus der einheimischen Überproduktion und besitzt die weltweiten Patente auf Gen-Kartoffeln und Rinderwachstumshormone.
Stellt unser Bemühen um eine ethisch vertretbare Konsumption auf regionaler Ebene einen emanzipatorischen Schritt weg von der rein gewinnorientierten Agrarpolitik der Schweiz in weltweiten wirtschaftlichen Zusammenhängen oder vielmehr eine Verschleierung derselben?
An einem winterlich kalten Tag wird auf dem Helvetiaplatz ein Gewächshauszelt mit einem authentischen Gemüsebeet und entsprechender Beleuchtung aufgebaut. Das Zelt wird an eine grosse an die übliche Bausstellenästhetik angelehnte Heizzentrale angeschlossen, die mittels eines überdimensionalen Schlauchs heisse Luft in das Innere des Gewächshauses befördert.
Die Proportionen der Gesamtinstallation stellen ein plakatives Missverhältnis zwischen dem Gewächshaus und seiner unverhältnismässig voluminösen technischen Ausstattung dar.
Die Vorgänge im Innern des Zeltes sollen bei den BesucherInnen vorerst den Eindruck erwecken, dass es sich um eine Kampagne für den Konsum von Gemüseerzeugnissen aus der einheimischen, biologischen Landwirtschaft handelt.
Im Innenraum des Gewächshauszeltes werden BesucherInnen durch einen im loop laufenden Vortrag in die Besonderheiten der regionalen Gemüseproduktion eingeweiht und über ihre Vorteile aufgeklärt. Der Vortrag orientiert sich explizit an der Rhetorik von öffentlichen, politischen und kommerziellen Kampagnen zu Vorteilen des regionalen Nahrungsmittelkonsums.
Der kontinuierliche Lärm der Heizmaschine, der durch unsichtbare Soundvorrichtungen massiv verstärkt wird, macht sich allerdings im Innern des Zeltes so bemerkbar, dass der Vortrag sowie sämtliche Gespräche unter den BesucherInnen ausschliesslich schreiend bewerkstelligt werden können.
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Die audiovisuelle Dokumentation des Projektes wurde von kunstpassanten.ch erarbeitet: Robbert van Rooden, Maren Brauner und Irene Grillo und ist hier abrufbar
Mit Unterstützung von: Holger Bruder, Maren Brauner, Irene Grillo, Ana Strika, Karen Geyer, Valentin Altorfer, Volker Sczepek von BioFresh AG in Tägerwilen
Aufgefürt am 12. Dezember 2009, 18:00 – 22:00 auf dem Helvetiaplatz in Zürich im Rahmen der Spaziergänge von kunstpassanten.ch