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DNA-DAN-NAD-NDA-AND-ADN

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Work-In-Progress im Zusammenhang mit der Einladung des Jüdischen Museums Hohenems & Katarina Holländer im Rahmen des Ausstellungsrojektes “Ein Gewisses Jüdisches Etwas”

space1.gifDNA-Urkunde

Die Frage nach der Bedeutung der „jüdischen Identität“ kann aufgrund der Vielfalt der mit ihr einhergehenden Interpretationsweisen kaum umfassend beantwortet werden. Dennoch scheint der Bezug zu diesem komplexen Begriff, unabhängig davon, auf welche Art und Weise das Jüdischsein empfunden und ausgelebt wird, immer eine gewisse Rolle in der Selbst- und Fremdwahrnehmung der jeweiligen Person zu spielen.

Ausgehend von den jüngsten Erkenntnissen der Biologie und der Genforschung wird nun ein neues Produkt auf den Markt gebracht, ein DNA-Test, der im Gegensatz zu den bisherigen widersprüchlichen Konnotationen des Begriffs der jüdischen Identität verspricht, eine wissenschaftlich belegte Auskunft über die jüdische Herkunft zu geben.
Nun so innovativ die angewandten technischen Mittel auch sein mögen, so keineswegs neu erscheint die Hypothese von der Existenz eines „jüdischen Gens“.

Auf welche Bedürfnisse geht dieses Angebot ein und welche Erwartungen führen KundInnen dazu, sie auf diese Weise zu befriedigen?

Das Projekt DNA-DAN-NAD-NDA-AND-ADN will herausfinden, welche Interpretationen des jüdischen Selbstverständnisses neben den biologischen heute existieren und wie sie die Identität der befragten Personen in verschiedenen Ländern der Welt prägen?

Im Rahmen des Projektes werden Personen aufgesucht, die sich anhand unterschiedlicher biographischer Bezüge dem Judentum zugehörig fühlen (die Recherche wird aus biographischen Gründen auf die Ukraine, Russland, Israel, Deutschland und die Schweiz beschränkt). In einer Interviewähnlichen Situation werden ihre Statements über die jeweilige persönliche Interpretation der jüdischen Identität auf Video aufgezeichnet. Allerdings unterscheidet sich das geschaffene Setting von einer klassischen Interviewsituation dadurch, dass den jeweiligen ProtagonistInnen keine Fragen gestellt werden.

Die Abfolge der Gespräche ist als eine Kette konzipiert: jede/r der Akteure reagiert unmittelbar auf den Monolog ihrer/seiner VorgängerIn, das ihm/ihr in Form eines kurzen Videostatements vorgeführt wird. Der gesamte Ablauf der Gespräche und somit auch die implizite Dramaturgie des Projekts bleibt für die Beteiligten verborgen, da sie ausschliesslich mit dem jeweils letzten aufgezeichneten Monolog konfrontiert werden.
space1.gifDie Kette aus den gesammelten Portraits wird in Form einer gedruckten doppelsprachigen (DE/EN) Publikation umgesetzt, die im Mai 2012 erscheinen soll.

Weitere Informationen zum Verlauf des Projektes hier in Kürze. Zum iGenea-Test Trailer

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